38 2460

Die ab 1906 gebaute preussische P8 mit der Achsfolge 2´C h2 der späteren Baureihe 3810-40 war
mit über 3500 Exemplaren die meistgebaute deutsche Reisezuglokomotive. Die Besonder-
heit der P8 war die damals neuartige Heißdampfbauart, die in Verbindung mit einem einfachen
Zweizylinder-Triebwerk die optimale Bauart für einen wirtschaftlichen Betrieb darstellt.
Charakteristisch für die P8 ist der größere Abstand der 3. Kuppelachse zur Treibachse als der
der ersten Kuppelachse. Zuanfangs besaßen die P8 nur einen Dampfdom hinter dem Sandkasten,
später kam ein vorderer Speisedom hinzu. Viele weitere bauliche Veränderungen betrafen u.a.
die Führerhausdächer, die Windleitbleche, die Aufbauten und den Tender.
   
Von der Baureihe 38 sind nur noch wenige Exemplare betriebsfähig erhalten. 38 2460 wurde 1919
von der Fa. Linke gebaut und als "P8 Posen 2455" in Dienst gestellt. Sie war zunächst in Ober-
schlesien im Einsatz, ehe sie 1926 von der DRG zusammen mit 16 weiteren P8 an die Rumänische
Staatsbahn CFR verkauft wurde. Dort wurde sie 1974 abgestellt und um die Jahrhundertwende
wieder aufgearbeitet. Seit 2001 ist die in Privatbesitz befindliche 38 2460 als Museumslok
in Deutschland im Einsatz.
   
Die P8 erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h (vorwärts) und 50 km/h (rückwärts).
Die Länge über Puffer der 1180 PS starken Lok beträgt 18,585 m, der Laufraddurchmesser 1 m
und der Treibraddurchmesser 1,75 m. Der Kesselüberdruck der 120,2 t schweren diensbereiten
Lok beträgt 12 bar; die Kohlen- und Wasservorräte betragen 7 t bzw. 21,5 m3.
   
Ein Modell einer Lok der Baureihe 38 (38 1148) im Maßstab 1:160 mit Wannentender ist von
Fleischmann (Artikel-Nr. 7162) verfügbar. Dieses Modell wird auf der Seite Modellbahnwelten
im Maßstab 1:160 in Szene gesetzt.
   
Im September 2009 war 38 2460 "unter falscher Flagge" als 38 3156
im Neckartal unterwegs
   
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