01 150

Die Zweizylinder-Heißdampf-Schnellzuglokomotiven der Baureihe 01 mit der Achsfolge 2´C1´h2
wurden in einer Stückzahl von 231 + 10 Maschinen zwischen 1926 und 1937 gebaut (die 10 waren die
zunächst als mögliche Alternative gebauten Loks der BR 02 mit Vierzylinder-Verbundtriebwerken).
Ab der Lok 01 102 wurde die Höchstgeschwindigkeit von 120 auf 130 km/h angehoben, u.a. wegen
Scheibenbremsen und größeren vorderen Laufrädern. Die Tender waren zunächst genietet, ab 1939
geschweißt. Die Luft- und Speisepumpe war zunächst in Rauchkammernischen untergebracht; sie
wurden ab Mitte der 50er-Jahre auf die Mitte der Umlaufbleche verlegt. Außerdem wurden bei den
nach dem Krieg von der DB übernommenen Loks die kleineren Witte-Windleitbleche angebracht
und der seitliche Teil der Frontschürzen entfiel.
   
01 150 wurde 1935 von Henschel in Kassel mit der Fabriknummer 22698 gebaut. Sie zählt nicht zu
den 50 Loks, die ab 1957 auf neue geschweißte Hochleistungskessel umgerüstet wurden und die
an einem niedrigeren Schornstein mit großem Durchmesser, fehlendem Speisedom und neuem
Mischvorwärmer zu erkennen sind. Sie besitzt demnach noch den alten Kessel und war zuletzt in
Hof beheimatet, ehe sie im November 1973 von der DB außer Dienst gestellt wurde. 01 150 war bei
den beiden großen Jubiläumsparaden (100 und 150 Jahre Deutsche Eisenbahn) dabei; als fabrik-
neue Lok 1935 und als Museumslok 1985. Sie befindet sich im Besitz der DB AG und wird vom DB
Museum Nürnberg betreut. Sie kam beim Brand des Depots Gostenhof am 18.10.2005 zu Schaden.
   
Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt 130 km/h (vorwärts). Der Treib- und Kuppelrad-
durchmesser beträgt 2 m, die Länge über Puffer 23,94 m. Die Leistung beträgt 2240 PS, der
Kesselüberdruck der 167,8 t schweren dienstbereiten Lok beträgt 16 bar; die Kohlen- und
Wasservorräte des Tenders 2´2´T34 betragen 10 t bzw. 34 m3.
   
Im Oktober 1995 war 01 150 in Stuttgart Hbf zu Gast
   
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