Die Bahn und ich - oder: Meine Eisenbahnwelten

Allgemeine Hinweise
Ein paar Details zur Technik
Die Bahn und ich - oder: Meine Eisenbahnwelten
Allgemeine Hinweise
 
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Ein paar Details zur Technik
 
Die meisten, vor Oktober 2006 entstandenen Bilder von Zügen im Maßstab 1:1 wurden mit einer
Canon T-90 aufgenommen. Seit Oktober 2006 ist überwiegend eine D-SLR (Nikon D80) im Einsatz.
 
Bei den Fotografien der Modellanlage hat sich gezeigt, daß insbesondere der Beleuchtung eine
hohe Aufmerksamkeit gewidmet werden muß. Hierfür wurde eine Handlampe mit einem Halogen-
strahler gewählt und die Szenen zumeist direkt beleuchtet. Zur Aufhellung von Schattenpartien
kam zusätzlich ein kleines Spotlicht zum Einsatz. Die Kamera wurde auf einem Stativ fixiert und
eine kleine Blende voreingestellt; die Belichtungszeit im Sekundenbereich resultierte sowohl bei
der Spiegelreflex- als auch bei der Digitalkamera aus der Zeitautomatik. Zur Kompensation der vom
Halogenstrahler erzeugten Gelbfärbung wurde bei der Spiegelreflexkamera ein Blaufilter eingesetzt.
 
Die mit analoger Fototechnik aufgenommenen Bilder (ca. 90% Negativ-, 10% Diafilm) wurden ent-
weder von Photo-CDs übernommen oder mit Hilfe eines Negativ/Diascanners digitalisiert, mit
einem Bildbearbeitungsprogramm nachbearbeitet (Größenanpassung, Tonwert-, Farbkorrektur
Schärfen mit Unschärfemaske) und im JPG-Format mit 30% Komprimierung gespeichert.
Die Bahn und ich - oder: Meine Eisenbahnwelten
 
Als "spätberufener" Eisenbahn- und Modellbahnfotograf habe ich mich oft gefragt, warum es
über drei Jahrzehnte gedauert hat, bis ich von der Faszination Eisenbahnfotografie ergriffen
wurde. Dies ist vor allem deshalb verwunderlich, da ich mich schon in frühester Kindheit nicht
nur für die Modellbahn (damals noch in Spur H0), sondern anscheinend auch für den Betrieb auf
der Gäubahn im Rohrer Wald interessiert habe, wie die beiden nachfolgenden Bilder zeigen.
 
Bild Bild
 
Bemerkenswert daran ist, daß ca. 35 Jahre später meine ersten Aufnahmen der Gäubahn-Foto-
dokumentation fast genau an dieser Stelle entstanden sind, obwohl das Bild erst drei weitere Jahre
später aufgetaucht ist! Das Schlüsselerlebnis für die "Erweckung" des seit jenem Kindheitserlebnis
vermutlich fest im Unterbewußtsein verankerten Interesses für die Gäubahn war die im Vorfeld der
Einführung der Neigetechnik-Triebzüge Cisalpino und ICE-T ausgelöste Erkenntnis, daß hiermit
ein Epochenwechsel stattfinden wird, und es deshalb "höchste Eisenbahn" ist, den lokbespannten
Fernverkehr zu dokumentieren. Zwar wünschte ich mir nichts mehr, als Aufnahmen aus den voran-
gegangenen Jahrzehnten in meinem Album betrachten zu können, doch bin ich mittlerweile der
Ansicht, daß es nie zu spät ist, sich von der Faszination Eisenbahnfotografie einfangen zu lassen,
denn die Veränderungen vollziehen sich in immer kürzeren Zeitabständen - und die heute all-
täglichen Eisenbahnwelten können sich morgen bereits vollständig anders darstellen. Diese faszi-
nierende Beobachtung der Veränderung von Bahnlandschaften im Lauf der Jahrzehnte - nicht nur
der Fahrzeuge, sondern auch des Umfelds der Strecke, auf der sie verkehren -; soll auf der Seite
Eisenbahnwelten im Wandel der Zeiten ebenfalls am Beispiel der Gäubahn dokumentiert werden.
 
In den 35 Jahren, die seit dem im obigen Bild veranschaulichten "Erstkontakt" mit der Modell-
eisenbahn vergangen sind, hat sich die Eisenbahnleidenschaft zunächst an mehreren H0-Anlagen
und dann an einer ersten Anlage im Spur N-Maßstab (bereits in den späten 70er-Jahren) mani-
festiert. Erst lange nach deren Abbau in den 80er-Jahren konnte zu Beginn der 90er-Jahre dank
der kongenialen Planung und der handwerklichen Befähigung zweier Mitstreiter die auf der Seite
Modellbahn im Maßstab 1:160 vorgestellte Spur N-Anlage realisiert werden, in der die Vorstell-
ung von Eisenbahnwelten aus den Jahren des Eisenbahn-Erstkontakts umgesetzt werden sollte.
 
Im Jahr 1991 stellte der erste Besuch einer Dampflokveranstaltung ein weiteres Schlüssel-
erlebnis dar, das bereits mehrere Jahre vor der oben geschilderten "Wiedergeburt" des Gäu-
bahn-Interesses die Begeisterung an der Eisenbahn im Maßstab 1:1 neu erweckt hat. Hierbei
wurde mir bewußt, daß der betriebsfähige Erhalt von Dampflokomotiven die Konservierung einer
selbst leider nicht mehr erlebten Eisenbahnepoche darstellt und mir somit die Möglichkeit zu
deren Nacherleben gibt - Erkenntnisse, die ich bei der etwa zeitgleich erfolgenden Ausge-
staltung der Spur N-Anlage mit dampflokrelevanter Infrastruktur direkt umsetzen konnte.
Leider sind schon einige der Dampflokomotiven, die zum Zeitpunkt ihrer Ablichtung alle in
betriebsfähigem Zustand waren, inzwischen nicht mehr einsatzbereit. Somit soll deren Doku-
mentation in Bild, Ton und Video ein Zeugnis ihrer Faszination für die Nachwelt darstellen.
 
Die Ablichtung kompletter Zugkompositionen im Kontext von Landschaften ist der zen-
trale Aspekt der ungezählten Eisenbahnbilder, die als Folge meines "Erliegens" der
Faszination Eisenbahnfotografie seither an vielen Eisenbahnstrecken entstanden sind.
 
In der Hoffnung, daß Sie als Eisenbahn- und/oder Modellbahnliebhaber an der einen oder
anderen Seite Gefallen finden, bedanke ich mich für Ihren Besuch bei den Eisenbahn-
welten und insbesondere für Anregungen und Kritik, die Sie mir bitte über das Feedback-
Formular oder per e-mail senden möchten. Uwe Schnell, Stuttgart-Rohr (TSRO)
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